Das vierte Quartal 2025 erwies sich für die globalen Finanzmärkte als ebenso ereignisreich wie der Rest des Jahres. Die Anlegerstimmung wurde weiterhin durch robuste Unternehmensgewinne im dritten Quartal sowie eine anhaltend starke Nachfrage in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Technologie gestützt. Gleichzeitig rückte die Geldpolitik erneut in den Fokus, nachdem die US-Notenbank (Fed) zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte beschloss. Dies geschah trotz eingeschränkter Datenverfügbarkeit infolge des längsten Regierungsstillstands in der Geschichte der USA.
Die meisten bedeutenden Rentenmarktindizes verzeichneten im Quartalsverlauf moderate Zugewinne. Der Bloomberg Global Aggregate Bond Index erzielte ein Plus von 0,24 % in USD (0,29 % in EUR). Der stärker auf Europa ausgerichtete Bloomberg Euro Aggregate Bond Index entwickelte sich leicht schwächer und legte um 0,23 % in EUR zu.
US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit beendeten das Jahr mit einer Rendite von 4,18 % (gegen-über 4,15 % zum Ende des dritten Quartals), während die Rendite zweijähriger Treasuries auf 3,47 % zurückging. Die Zinskurve versteilerte sich insbesondere um den sechsjährigen Laufzeitenbereich: Laufzeiten unter sechs Jahren profitierten von fallenden Renditen, während längere Laufzeiten bis zum Jahresende leicht anstiegen.
Die Geldpolitik stellte einen zentralen Einflussfaktor dar. Die Fed senkte den Zielkorridor für den Leit-zins zweimal — am 29. Oktober auf 3,75 %–4,00 % und am 10. Dezember auf 3,50 %–3,75 % — und verwies dabei auf eine erhöhte Unsicherheit sowie zunehmende Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt, obwohl die Inflation weiterhin leicht über dem Zielwert lag. Diese Schritte waren von den Märkten weitgehend antizipiert und entsprachen den Erwartungen. Bemerkenswert war jedoch, dass beide Entscheidungen von jeweils zwei abweichenden Stimmen begleitet wurden: Zwei FOMC-Mitglieder votierten für eine Zinspause, während das neu ernannte Gouverneursmitglied Miran eine Zinssenkung um 50 Basispunkte befürwortete.
Im Gegensatz zu den USA stiegen die Renditen deutscher Bundesanleihen im Quartalsverlauf über alle Laufzeiten hinweg an. Die Rendite zweijähriger Schatzanleihen erhöhte sich um 10 Basispunkte, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um 14 Basispunkte zulegte. Die Marktpreisbildung zum Jahresende spiegelte eine Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe von knapp über 2,85 % wider.
Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ ihre Leitzinsen im gesamten vierten Quartal unverändert und hielt sowohl im Oktober als auch im Dezember den Einlagenzins bei 2,00 %. Gleichzeitig bekräftigte sie ihren sitzungsabhängigen, datengetriebenen geldpolitischen Ansatz. Die Inflation im Euroraum setzte ihren Rückgang in Richtung Zielniveau fort: Die jährliche Gesamtinflation (HVPI) lag bei 2,1 %, während die Kerninflation gegen Quartalsende bei 2,4 % verharrte.
Zusätzliche Signale der EZB, dass der Zinssenkungszyklus beendet sei, in Kombination mit zunehmen-den Investorenanforderungen hinsichtlich der Schuldentragfähigkeit, belasteten die Entwicklung eurodenominierter Anleihen im Quartal.
In den europäischen Kreditmärkten beendeten die Spreads von Investment-Grade-Anleihen das vierte Quartal nahezu unverändert gegenüber dem Quartalsbeginn. Die bereits sehr engen Spreads im High-Yield-Segment weiteten sich hingegen weiter ein: Der Bloomberg Pan-European High Yield Index verzeichnete eine zusätzliche Spreadeinengung von 7 Basispunkten.
Laut S&P Global lag die Ausfallquote im High-Yield-Segment im September 2025 in den USA bei 4,6 % (nach 4,8 % im März und unverändert gegenüber der Juni-Einschätzung) und in Europa bei 3,6 % (nach 3,8 % im Juni). Die Ratingagentur erwartet, dass die Ausfallraten im High-Yield-Bereich in den kommenden zwölf Monaten weiter zurückgehen werden.
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